Der Mozart des Salzkammerguts - Johann Michael Schmalnauer
Schmalnauer-Konzert in Hallstatt mit den St. Florianer Sängerknaben
Johann Michael Schmalnauer war eng mit Hallstatt und dem Salzkammergut verbunden. Hauptberuflich wirkte er im Salzwesen, zunächst in Hallstatt und später in Bad Ischl. Gleichzeitig war er ausgebildeter Musiker und Komponist. Sein musikalisches Erbe ist bemerkenswert: Neben mehr als 600 überlieferten Tänzen aus dem Salzkammergut komponierte Schmalnauer auch geistliche Musik. Mehrere seiner Werke stehen in direkter Verbindung mit der Hallstätter Pfarrkirche.
Ein besonderer Höhepunkt dieses Konzertabends ist die Aufführung von Schmalnauers Christnacht-Messe aus dem Jahr 1800. Ergänzt wird das Programm durch weitere Lieder für die Advent- und Weihnachtszeit. Damit wird die Musik eines Hallstätters nach mehr als zwei Jahrhunderten wieder an jenem Ort lebendig, mit dem sein Leben und Schaffen untrennbar verbunden sind.
Die Bedeutung Schmalnauers ist in Hallstatt bis heute spürbar. Seine Musik ist nie ganz verstummt: Gerade in der Advent- und Weihnachtszeit werden Lieder aus seinem musikalischen Erbe noch immer gesungen – in der Kirche ebenso wie im Wirtshaus. Dazu zählen etwa das bekannte „Ach wiederum ein Jahr verschwunden“, das in Hallstatt zum Jahreswechsel erklingt, oder das Hirtenlied „Ihr Hirten erwacht“. Viele dieser Lieder wurden über Generationen weitergegeben und sind Teil der lokalen Tradition geworden.
Für die musikalische Gestaltung des Abends sorgen außergewöhnliche Interpretinnen und Interpreten: Die St. Florianer Sängerknaben unter der Leitung von Franz Farnberger sowie Ars Antiqua Austria – Ensemble für neue Barockmusik unter der Gesamtleitung von Gunar Letzbor bringen Schmalnauers Werke in der besonderen Atmosphäre der Hallstätter Pfarrkirche zur Aufführung.
Das Konzert ist ein gemeinsames Projekt der Marktgemeinde Hallstatt und der Katholischen Pfarre Hallstatt.